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Ausbildung eines Narkolepsie-Assistenzhundes für Luka aus Wandsbek

Weihnachtssammlung 2017

Der 10-jährige Luka ist im letzten Jahr an Narkolepsie (Schlafkrankheit) erkrankt. Das bedeutet, dass Luka von der einen Sekunde auf die andere in einen narkoseartigen Schlaf verfällt und aus diesem nicht geweckt werden kann. Wenn er erwacht, ist er meist orientierungslos. Luka kann nicht steuern wann oder wo er einschläft, es kann immer und überall passieren. 

Freude führt zum Erschlaffen der Muskeln

Zu der Narkolepsie kommen noch stark ausgeprägte Muskelerschlaffungen, sogenannte Kataplexien. Durch die Kataplexien erschlaffen die Muskeln bei positiven Emotionen. Wenn Luka sich freut oder laut loslacht, lassen seine Muskeln nach und er fällt hin oder kippt um. Dadurch hat er sich unter anderem schon die Rippen geprellt und sich eine Brustbeinstauchung zugezogen. Zudem kommen viele Platzwunden und Schürfwunden.

Starke soziale Ausgrenzung durch Krankheit

Durch seine unheilbare Krankheit hat Luka keine Freunde und wird in der Schule oft ausgelacht. Luka selbst zieht sich auch sehr zurück, weil er Angst hat in der Öffentlichkeit umzukippen und sich zu verletzen. Ihm ist das alles peinlich. Halt gibt ihm aber seine Familie.

Zu Lukas Familie gehören Mama Daliborka, Stiefpapa Danny, der 7-jährige Bruder Damjian sowie Lukas leiblicher Vater Dragan und seit Kurzem auch Labrador Ben. Die Mutter ist aufgrund von Lukas Krankheit krankgeschrieben, da sie oft spontan in die Schule gerufen wird und den 10-jährigen abholen muss. Danny arbeitet als Zweiradmechaniker in einer Fahrradwerkstatt. Deshalb bleibt kein Geld für große Sprünge oder eine Assistenzhunde-Ausbildung über.

Labrador Ben soll Lukas Begleiter werden

Die Familie hat sich vor kurzem Labrador Ben geholt, damit dieser als Assistenzhund für Luka ausgebildet werden kann. Die Ausbildung ist komplex, findet bei der Familie zuhause statt und dauert etwa ein bis zwei Jahre lang. Der Hund passt auf Luka auf, wenn er einschläft und hilft ihm nach dem Erwachen wieder die Orientierung zu finden. In einem Bedarfs- oder Notfall würde auch selbstständig Hilfe holen. Ferner beschützt ihn der Hund, wenn Luka zum Beispiel in seiner Ermüdungsphase über eine rote Ampel laufen will. Außerdem soll Labrador Ben die Warnsignale vor einem Anfall erkennen und Luka Bescheid geben, so dass dieser sich hinsetzten kann und die Verletzungen nicht allzu groß werden. Zudem ist der Hund ein treuer Freund und Begleiter des Jungen.

Hörer helfen Kindern e.V. sammelt mit Hilfe der Radio Hamburg Hörer 3.500 Euro, damit Labrador Ben zum Narkolepsie-Assistenzhund ausgebildet werden kann.